Hobbits on Tour

Abenteuer Neuseeland

 
27Februar
2017

Westküsten-Impressionen

Hallo liebe Leser,

nachdem es jetzt lang genug keine Neuigkeiten gab, möchten wir das ganze jetzt beheben und euch ein wenig neuen Lesestoff liefern. Leider ist mir der fertige Artikel abhanden gekommen, weshalb ich euch die Westküstengeschichten aber nicht vorenthalten möchte, sondern kleine Highlights der Tour kurz zusammenfasse und vor allem die Bilder für sich sprechen lasse.

Von St. Arnaud ging es also an die so vielversprechende Westküste. Die neuseeländische Westküste ist so ein kleines Kapitel für sich. Heraus sticht dort vor allem zum einen die Menschen, wenn es denn welche geben würde. Die Westküste ist der bevölkerungsärmste Teil des Landes und dafür gibt es Gründe...

Der Regen ist an der Westcoast dein bester Freund und falls du doch mal einen trockenen Tag erleben solltest, gibt es da ja noch die Sandflies, die fiesen Mücken die schmerzende Stiche hinterlassen. Oft wurden wir von Neuseeländern gefragt wo es für uns hingehen würde und als wir mit "Westküste antworteten" kamen meist nur verdutzte Gesichter oder Fragen wie "warum?". 

Letzendlich, dass kann man an dieser Stelle schon vorweg nehmen, war die Westküste für uns ein voller Erfolg und wir hatten tolle Erlebnisse. Und damit genug palabbert... los gehts!

 

Westport und Greymouth

Den ersten offiziellen Halt machten wir in Westport. Ein kleines gemütliches Dörfchen, so zumindest die Vermutung, doch Pustekuchen! Westport war an diesem Wochenende außer Rand und Band, der "Westport Marathon" stand auf dem Programm, dass wichtigste Sportevent der Region und die Stand war proppenvoll. Wir zwei Schnarchnasen wussten natürlich wie immer von nichts und erkämpften uns im vollen Ort letztendlich einen Stellplatz hinter einer Kneipe, wo wir die Nacht verbrachten.

Am nächsten Tag ging es dann zum Marathon, wo wir natürlich mit genügend Sicherheitsabstand (nicht das man sich da am Ende noch tatsächlich sportlich betätigt ) das Ganze verfolgten und Teil der jubelnden Menge waren.

 

Anschließend ging es zur Tauranga Bay und der dort lebenden Seerobbenkolonie. Leider darf man die Robben nur aus großer Entfernung betrachten konnte.

 

Das Wetter war herausragend und so gar nicht das, was man von der Westküste erwartet hatte, aber wir nahmen es natürlich dankend an. Nachdem Robbenbesuch wartete bereits das nächste Highlight auf dem Weg weiter in Richtung Süden. Die berühmten Pancake-Rocks! Die Pancake-Rocks sind Steinformationen an einem schmalen Küstenstreifen, die aussehen wie gestapelte Pfannkuchen. Niemand weiß so Recht, weshalb die Steine so aussehen, aber sei es drum. Schick sehen sie aus und das ist ja schließlich das was uns interessiert. 

Von den berühmtesten Steinen der Südinsel ging es nach Greymouth, die größte Stadt an der Westküste. Zu erkunden gab es dort für uns jedoch nicht viel, denn Greymouth ist eine Arbeiterstadt und wie der Name schon erahnen lässt grau und rau. Wir trudelten am späten Nachmittag in die Stadt ein und nach einem ereignissreichen Tag ging es nur noch schnell in den Supermarkt. Apropos Supermarkt, die sind an der Westküste nur in großen Abständen  zu finden, weshalb wir auch immer mit einem kleinen Vorrat an Lebensmitteln in der Hinterhand herumreisen. Denn in den kleinsten Dörfern findet man oft nur Tante Emma-Läden, die gerne mal das drei-oder vierfache von dem Supermarktpreisen verlangen. Campiert wurde in Greymouth hinter einer Tankstelle, so eine Art Schlafplatz konnten wir bis dahin auch noch nicht vorweisen,  so kam nach Kneipe in Westport die Tankstelle in Greymouth zu unserer Liste "skuriller Schlafplätze".

Am nächsten Morgen wurden wir dann von dem Geräusch des Regens auf dem Autodach geweckt, der Regen der uns lange genug verschont blieb hatte uns in Greymouth nun doch eingeholt. Umso weiter der Zeiger der Uhr sich bewegte, desto stärker wurde der Regen und an Draußen-Aktivitäten  war nicht so denken. Dies ist wojl das gröste Mango, wenn man mit dem Auto reißt, bei schlechtem Wetter sitzt man fest und oftmals gibt es kaum Alternativen um den Tag rumzubekommen. In Greymouth hingegen gab es zum Glück eine Alternative, nämlich ein Schwimmbad mit Sauna uuuund einer Dusche!!! Über die Anzahl an Tagen die wir nur mit Katzenwäsche rumgebracht haben sprechen wir jetzt mal lieber nicht, nur so viel es war übernötig. So gab es ein kleines Wellnessprogramm mit Whirlpool und Sauna und dem Regen wurde bestmöglich getrotzt.

Hokitika und die Gletscher

Der Wetterbericht in den nächsten Tagen machte nicht viel Hoffnung auf Besserung, aber die Reise musste ja schließlich weitergehen und so fuhren wir von Greymouth aus getreu dem Motto "immer der Nase nach" in Richtung Süden. Der nächste Stop den wir rausgesucht hatten war Hokitika. Mal wieder eine Stadt mit so einem schönen schweren Namen. Bei Gesprächen mit den Neuseeländern braucht es meist auch einige Versuche bis diejenigen verstehen von welchen Orten wir reden, deshalb beließen wir es im Falle Hokitika einfach bei "Hoki.. you know?" und der Großteil wusste Bescheid. Hokitika wird als die Jadehauptstadt der Welt bezeichnet und hat eine große Goldgräbergeschichte vorzuweisen. Jade ist mit Bernstein vergleichbar  nur in Grün und eines der typischen Neuseeland-Produkte. 

Insgesamt verbrachten wir 3 Tage in Hokitika und haben viele Sachen in der Gegend besichtigt. Von einem Wasserfall, zu einem See bishin zu einem Fluss der kristallblau sein sollte  (letztendlich war dieser dann doch grau) gab es viel zu sehen. 

Von Hokitika ging es dann zu einem der spannensten Teile der Südinsel. Von den rauen Westküstenstränden weg ging es etwas weiter ins Inland und zu den legendären Gletschern.

Der Franz-Josef Gletscher und der Fox-Gletscher sind zwei Überreste vergangener Tage, äußerst imposante Eisflächen, die jedoch leider dem Klimawechsel sei Dank vom Jahr zu Jahr weiter schmelzen und bereits heute ist nur noch ein kleiner Teil dessen zu sehen, wie es vor  einigen Jahrzehnten aussah. Wir hatten also Glück das wir die Gletscher noch zu Gesicht bekamen, in wenigen Jahren wird davon nämlich nicht mehr viel übrig sein und die Gletscher endgültig zu einem Relikt vergangener Tage werden. Wir hatten die Sonne auf unserer Seite und bekamen die Gletscher von bester Nähe zu sehen.

3 Tage verbrachten wir in den Gletscherregionen bevor wir unseren Roadtrip fortsetzten und weiter in Richtung Wanaka fuhren. Auf dem Weg vorbei an den Gebirgsketten der Southern-Alps stoppten wir an den berühmten "Blue-Pools". Dies ist ein Strom, der in den Bergen entspringt und das Gletscherwasser in das Tal führt und genau dieses eiskalte Gletscherwasser gibt den Pools ihre berühmte kristallblaue Farbe. Das Wasser sieht schwimmtechnisch betrachtet einladender aus als es letztendlich war und so wurden die Badesachen doch lieber im Auto gelassen.

Wie ihr seht haben wir wieder viel erlebt und sind gut rumgekommen, ein Ende ist jedoch noch lange nicht in Sicht... also dran bleiben! Der nächste Eintrag ist schon in Arbeit. Viel Spaß beim lesen und beste Grüße von uns :)

10Februar
2017

Zurück zum Reisealltag

 

Hier kommt das versprochene Update und ein frischer Blogeintrag für den Februar. Es sind schon wieder viele viele Tage rum und der Zenit unseres Neuseeland Aufenthaltes ist auch schon überschritten. Die Uhr tickt nämlich neuerdings rückwärts und zuhause kommt von Tag zu Tag näher.
Doch noch sind wir hier ja lange noch nicht fertig und Zuhause muss noch ein wenig auf uns warten.
Wir schlossen nämlich erfolgreich das Kapitel Arbeit ab und befinden uns nun mittlerweile schon wieder auf dem Highway dem Sonnenuntergang entgegen, doch alles schön geordnet der Reihe nach.

Nach insgesamt 6 Wochen Arbeit in der Muschelfabrik (die schmecken tatsächlich) sieht die Reisekasse schon wieder ganz gut aus und gibt ihr OK zur Weiterreise.

So langsam hatte einen dann das Reisefieber auch wieder eingeholt und so schön Blenheim auch war, es war an der Zeit Abschied zu nehmen und weiter in den Süden zu fahren. Noch haben wir hier offiziell Sommer und der will schließlich genutzt werden. Nachdem wir den neuseeländischen Frühling in nicht allzu guter Erinnerung haben, graut es uns schon ein wenig vor dem Herbst und so sehen wir uns gut beraten so viele Sommerwochen mit Reisen einzuplanen wie nur möglich. Der Januar in Neuseeland, umgerechnet so ungefähr der deutsche Juli war zumindest im sonnenverwöhnten Blenheim/Malborough erste Sahne und nach 4 Wochen Sonne haben die Farmer so allmählich den Regen herbeigesehnt.

Als die letzte Woche Arbeit anbrach wurden wir auch immer motivierter zur Arbeit zu gehen, es war ja schließlich nicht mehr lange und nebenbei wurde die Route geplant und die Sachen aus der Wohnung geräumt (folgende Fotos sind von der Wohnung)

Das letzte Wochenende war dann nochmal spektakulär gefüllt, denn am Samstag trafen wir uns endlich mit Karl und Lorena wieder. Die Beiden sind nämlich auch endlich auf der Südinsel gelandet und wurden natürlich standesgemäß in Blenheim empfangen. Zusammen ging es dann mit Karl, Lorena und Lisa (die Reisegefährtin von den Zweien) zur Pelourus Bridge, wo man sich an einem Café Reifen ausleihen konnte und anschließend den Fluss runter fahren konnte. So wurde der Nachmittag verbracht und Abends wurde dann der Tag in einer gemütlichen deutsch, schwedisch und holländischen Runde ausklingen gelassen.

Während Karl und Lorena am nächsten Tag weiter in Richtung Nelson fuhren, hieß es für Isi und mich am Sonntag ein letztes Mal Picton.

Nachdem wir dort viele freie Tage mit zum Beispiel Angeln oder Bummeln verbracht haben, stand am Sonntag eine Kajaktour auf dem Programm. Das Wetter hatte sich mal wieder nicht lumpen lassen und präsentierte sich passend zum Sonntag von seiner Schokoladenseite. Die Kajaktour hatten wir als Schnäppchen online gebucht und so ging es im Zweier-Kayak raus in die Malborough Sounds.

Danach war dann auch das Kapitel Blenheim/Picton beendet und der erste Stopp auf unserer Tour angepeilt. Es ging nach Nelson, den Ort den wir ja schon von unserer Weihnachtstour gut in Erinnerung hatten. Eigentlich hatten wir in Nelson schon alle interessanten Ecken ausgekundschaftet, aber wir wollten die Gelegenheit nochmal nutzen um in einer größeren Stadt ein paar Vorräte einzusacken, da die Westküste der Südinsel nur geringfügig besiedelt ist und es nur sehr wenig Supermärkte gibt. Und da es sich in Nelson so schön Backpackerfreundlich leben lässt, da man auf vielen Parkplätzen umsonst stehen darf blieben wir direkt 3 Tage dort.

Von Nelson aus ging es dann in den Nelson-Lakes Nationalpark, der Anfang der southern Alps und man bekam das erste Mal einen richtigen Eindruck davon, warum die Südinsel als noch schöner als die nördliche Insel gilt.
Die Landschaft war sehr imposant und wir waren ja noch am Anfang unserer Reise und umso südlicher es geht, umso beeindruckender wird es, so zumindest die Aussage vieler Reisenden die schon im Süden waren.

Der nächste Eintrag ist schon in Arbeit und folgt in Kürze.

Viel Spaß beim weiterlesen :D

05Januar
2017

Weihnachtsurlaub an der Golden Bay

 

 

Hallo liebe Leser, die ersten 2 Wochen in der Muschelfabrik lagen erfolgreich hinter uns und Weihnachten stand vor der Tür. 

Das Weihnachten in diesem Jahr für uns unter einem anderen Stern stehen würde war ja bereits im Vorhinein klar,  aber das ganze ist in der Praxis dann doch nochmal merkwürdiger als erwartet. Radio, Supermarkt etc. rühren zwar kräftig die alljährliche weihnachtliche Werbetrommel, mit vielen Parallelen zu Deutschland, doch am Ende ist es dann doch ganz anders.

Vergeblich sucht man Mütze, Schal und Handschuhe im Schrank, alles Pustekuchen, kurze Hose und Flip-Flops sind angesagt. Statt einen warmen aufwärmenden Glühwein, wie man ihn in Deutschland im Winter bevorzugt, sind Heißgetränke dem Kiwi bis auf den alltäglichen Morning-sowie Afternoon-Tea ein Fremdwort im Dezember. Sonnencreme ist überlebensnotwendig und spätestens beim Anblick des Weihnachtsbaumes im Stadtpark, indem du vergeblich ein schattiges Plätzchen suchst, weißt du, dass das Weihnachten 2016 eine heiße, komplett andere Erfahrung wird. Aber man möchte ja nicht klagen, an Shorts im Dezember könnte man sich schließlich gewöhnen. 

Die Neuseeländer lassen es sich trotzdem nicht nehmen Weihnachten eher in europäischem Stile zu feiern und da weiße Weihnachten hier so unrealistisch ist, wie eine Niederlage im Rugby gegen die Australier, muss man halt ein bisschen Fantasie mitbringen und so werden die Fenster hier mit weißem Staub beklebt, um wenigstens ein bisschen dieses traditionelle Weihnachten zu erzeugen.

Zudem beginnen die Sommerferien (18.Dezember bis Anfang Februar), heißt im Umkehrschluss ganz Neuseeland ist irgendwie in Bewegung, dazu kommt noch das viele Reisende aus aller Welt die Idee von einer Reise in den neuseeländischen Sommer, weg vom heimischen Wintet sehr ansprechend finden und dementsprechend sind die Sommermonate Dezember und Januar hier touristische Hochsaison und da die Muschelfabrik zwischen dem 23. Dezember bis zum 5. Januar geschlossen hat, haben wir auch ein paar freie Tage um Teile der Südinsel zu erkunden, denn wir sind ja schließlich auch 2 Touristen, wenn auch mit Arbeitserlaubnis. 

Wie wir denn die Weihnachtstage+Silvester verbringen wollen hatten wir schon im Vorhinein geplant, denn wie überall in der Hochsaison heißt es:wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Bei vielen Sachen ist im Voraus buchen angesagt, ansonsten hat man Pech gehabt. 

Am 24. Dezember ging es dann von Blenheim nach Nelson, dort hatten wir uns mit einem anderen deutschen Pärchen für die Weihnachtstage auf einem Campimgplatz verabredet. Zu Weihnachten hatten wir uns vorgenommen einmal das Geld außen vor zu lassen, so gab es reichlich Essen und Getränke. Die Tage wurden gemütlich in Strandnähe verbracht und da hatte ich doch tatsächlich am Weihnachtstag die Sonnencreme vergessen und hatte am Abend eine rote und eine weiße Körperhälfte. Das passiert mir glaube ich nicht noch einmal... wenigstens hatten die Neuseeländer was zum schmunzeln :D

Am 26. Dezember ging es dann auch schon wieder weiter, wir haben ja schließlich nur ein paar Tage Urlaub, umso wichtiger ist es diese effektiv zu nutzen. Es ging mit 1-stündiger Fahrt Richtung Westen nach Marahau. Wem bei "Marahau" nicht direkt alle Lichter angehen, dem sei an der Stelle verziehen, Marahau ist der Startpunkt für den Abel-Tasman coastal Walkway - eine der unbedingten MUST-DO Aktivitäten für jeden Neuseeland-Reisenden. 

Benannt nach einem höllandischem Seefahrer erstreckt sich an der Golden Bay ein Nationalpark, mit einem der berühmtesten Wanderwege Neuseelands. Man kann zu Fuß an der Küste entlangwandern, aber auch per Kajak auf dem Wasser die Strecke zurücklegen. Wir entschieden uns für die Option uns per Wassertaxi an die nördlichste Stelle fahren zu lassen und dann Richtung Süden zurück zu wandern. Morgens um 9.00 Uhr ging es mit dem Boot und alles was man für 2 Tage Wandern braucht los. Eine Nacht zelteten wir dann im Nationalpark, Zelt und Schlafsack durften also auch nicht fehlen. In den 2 Tagen legten wir ungefähr 55 Kilometer zurück und trotz der schweren Rucksäcke, Hitze und Stönerei war es, dass kann man jetzt schon sagen, eine der besten Erlebnisse unserer Neuseeland-Reise. So war von Robbenkolonie, zelten auf einer Sandinsel umgeben von Wasser bis traumhaften Buchten ohne eine Menschenseele alles dabei. Einfach ein unvergesslicher Ausflug, auch wenn man am Ende dann gewissermaßen froh war, als man alles in das Auto werfen konnte.

Am nächsten Tag ging es dann mit Ganzkörpermuskelkater in Richtung Takaka, ein kleines verschlafenes Hippiedorf, dass immer zum Saisonbeginn aus dem Winterschlaf erwacht und das Tor zur nördlichen Golden Bay ist. Zuallererst wurden die müden Knochen in den Supermarkt geschliffen, um sich für die nächsten Tage mit Lebensmitteln zu versorgen, da uns ein Camping/Festival Ausflug bevorstand, doch dazu später mehr. Danach schauten wir uns ein paar Fahrminuten außerhalb von Takaka die Tropfsteinhöhlen an, die ein sehr sehenswerter Insidertipp sind. Auch wenn der Weg mit 2 km immer weiter nach oben, nicht ganz so einfach war, war das Ergebnis dann umso beeindruckender und da es umsonst war guckt man dem geschenkten Gaul natürlich auch nicht allzu tief ins Maul. tongue-out

Zurück bergab kamen wir dann auch wieder schneller voran, ich bleibe jedoch dabei, als Norddeutscher wird man sich nie an diese ganze Berg-und Hügellandschaft gewöhnen. Unten am Auto angekommen wurde dann auch direkt das neue Ziel in Google Maps eingetippt, es ging zu den Pupu Springs.

Die "Pupu-Springs", die ausgeschrieben einen deutlich längeren offiziellen Maori-Namen besitzen, sind eine Art See mit superklarem Wasser. Um diesen Ort ranken sich viele Maorilegenden, was auch der Grund dafür ist, weshalb man das "heilige Wasser" nicht berühren darf. Bei Sonnenschein ist das Wasser mit den vielen verschiedenen Blautönen ein sehr schöner Anblick und zum Glück auch sehr einfach zu erreichen. 

 

Nach dem Besuch in den Springs hatten wir all unsere Ausflugsziele abgearbeitet und so blieb nur noch die Frage offen, wo wir die Nacht verbringen sollten. Da wir am nächsten Tag zum Cape Farewell fahren wollten, den nördlichsten Punkt der Südinsel  bot es sich an weiter Richtung Norden zu fahren um einen Campingplatz zu finden. Doch das Ganze sollte sich schwieriger gestalten als erwartet und endete gerade noch so mit einem Happy End...

Da fuhren wir doch tatsächlich jeden Campingplatz ab der auf der Route Richtung Norden lag und immer wiedet bekamen wir zu hören, dasd kein Platz mehr wäre und wir bekamen erstmals die negativen Züge der touristischen Hauptsaison am eigenen Leib zu spüren. Immer wiedet wurde man weggeschickt und man fühlte sich allmählich wie Josef und Maria in Bethlehem, ähnlich erfolglos klopften wir an die Campingplatzbürotüren. Die Anzahl der Campingplätze Richtung Norden wurde immer überschaubarer und es hatte ein regelrechtes Rennen um die letzten Plätze unter Touristen aller Welt begonnen. Als nur noch 2 Campingplätze übrig waren, hatten wir das Glück, dass wir das Feld anführten und uns einen kleinen Vorsprung rausgefahren hatten. Am vorletzten Platz parkten wir quer auf der Auffahrt und sprinteten zum Büro, um dann direkt vor der Tür ein Schild zu erkennen, auf dem stand, dass sie ebenfalls voll wären. Blieb nur noch ein allerletzter Campingplatz und die Verfolgerschaft hatte inzwischen aufgeholt, sah an unserem Beispiel das dort ebenfalls nichts zu holen wäre und überholte uns mit einem sarkastischem Abschiedswink. Es half ja alles nichts und probieren musste man es trotz alllem und so fuhren wir zum allerletzten Campingplatz, ansonsten müssten wir die komplette Strecke wieder zurück fahren  und das Portmonee für das Abteil Benzin hätte sich bedankt. Am Campingplatz war von der ehemaligen Verfolgerschaft weit und breit keine Spur, was auch immer das zu bedeuten hatte. So ging es schnell in das Büro und dort ergatterten wir doch tatsächlich den allerletzten Stehplatz. Unsere Kontrahenten hatten sich verfahren und kamen 3 Minuten später wurden daraufhin erst abgewiesen, doch schlussendlich durften die sich auch alle auf eine benachbarte Wiese stellen. Dort standen in Windeseile 10 Autos und somit war auch dieser Platz komplett ausgefüllt und wir hatten am Ende doch noch dasGlück auf unserer Seite.

Am nächsten Tag ging es dann zum Farewell Spit, wo wir einen kleinen Spaziergang auf den bekannten Farewell-Sanddünen unternahmen.

Auf dem Rückweg mussten wir uns dann etwas Gedulden, da eine Kuhherde die Schotterpiste als Teil  ihrer Weide in Anspruch nahmen und keine Anstalten machten, den Weg mut uns zu teilen. Während wir uns noch mit Vorsicht am Kalb vorbeischlängelten, blieben wir beim imposanten Muttertier dann doch lieber stehen und hielten Abstand, nicht dass die grimmig blickende Mutter auf falsche Ideen kommt und sich von unserem Auto belästigt fühlt und darauf meint das Auto in irgendeiner Weise zu demolieren. Nach 5 Minuten war sie dann jedoch so gütig und ließ uns passieren und wir machten uns auf den Weg zurück nach Takaka, wo wir uns mit Nataschs und Lara treffen wollten, 2 deutsche Mädchen, mit denen wir unter anderem in Blenheim zusammen gewohnt haben. Diesmal waren wir jedoch schlauer und kümmerten uns direkt am Nachmittag um einen Campingplatz. Nach 2 Absagen mussten wir dann leider auf den teuersten in der Gegend ausweichen und auch der hatte nur noch inoffizielle Plätze zu vergeben, aber man nimmt was man kriegt und so genossen wir noch ein paar sonnige Stunden am Strand der Golden Bay und bereiteten alles für den bereits angesprochenen Festivalausflug vor.

Vom 28.12 bis zum 2.Januar  ging es auf das Festival "Infinit One". Wir dachten uns in das neue Jahr auf einem neuseeländischen Festival zu starten, wäre mal eine einzigartige Erfahrung und ein ungewohntes Silvester. Das Festivalgelände lag direkt an einem Fluss, in einem Tal und von Wald und Hügeln umgeben. Letzendlich muss ,an sagen, dass sich zum einen neuseeländische Festivals von deutschen unterscheidet und wie man Silvester feiert ebenfalls. Am Festival angekommen stellte man relativ schnell fest, dass die Rollen etwas anders verteilt waren, denn die Veranstalter und Ordner waren mit Abstand die besoffensten Menschen auf diesem Gelände. So richtig hat von denen keiner durchgesehen und es war mal wieder alles "easy-going". Das Festival war ,dass konnte man relativ schnell erkennen eher alternativ ausgelegt und die Musik war absolut besch***en. Einfach mal "psychotrance" auf Youtube eingeben und ein paar Minuten auf sich wirken lassen. So ging das dort Tag ein und Aus. Mal abgesehen davon, dass dort alle halbe Stunde Leute irgendwelche Drogen andrehen wollen war das Campen und zusammen sitzen superlustig. Das Wetter war super und auch wenn Silvester nur mit 2 Raketen sehr klein zelebriert wurde ein sehr interessanter Start in 2017.

Am 2. Januar fuhren wir dann mit Lara und Natascha nach Kaiteriteri, um uns dort den Strand anzusehen... das war zumindest der Plan, denn kurz vor Kaiteriteri machte Oskar ein quietschendes Geräusch das von mal zu mal lauter wurde und so ging es für uns anstatt an den Strand auf direktestem Wege in die Werkstatt. Dort wurde das Problem zum Glück schnell ausfindig gemacht, das Geräusch kam von den hinteren Bremsbelegen, die praktisch nicht mehr vorhanden waren und deshalb das quietschen. Also zum Glück nichts "Wildes" und zum Glück konnte der Mechaniker sich dem Problem umgehend widmen und wir nutzten die Zeit für einen kleinen Bummel durch Motueka. Am Abend ging es dann ein paar Dollar ärmer, dafür aber mit schicken neuen Bremsbelägen zu einem kleinen Campingplatz direkt am Wasser. Dort wurde der Abend dann gemütlich ausklingen gelassen, dies sollte erstmal das Ende von unserer 4 köpigen Reisegruppe seien, da wir am nächsten Tag wieder zurück nach Nelson fuhren, da übermorgen ja die Arbeit weiterging und wir uns nochmal die größte Stadt im Norden der Südinsel etwas genauer ansehen wollten. 

Wir spazierten durch Nelsons schickes Stadtzentrum und machten halt am zentralen Platz wo eine große Kirche steht, in der sich schon Queen Elizabeth die Ehre gab und einen Besuch abstattete.

Ansonsten wurde der Rest des Tages mit einkaufen und durchstöbern von Läden verbracht und geschlafen wurde auf einem der vielen Parkplätze in Zentrumsnähe, die als kostenloser Campingort ausgeschildert werden. Der 4. Januar war vorerst der letzte freie Tag bevor es wieder in die Muschelfabrik nach Blenheim ging, es galt also den letzten Tag nochmal voll auszukosten. Zuerst ging es zum "Centre of New Zealand" , eine Plattform die natürlich mal wieder auf einem Berg steht und den Mittelpunkt des Landes markiert. Von dort bietet sich ebenfalls ein herrlicher Blick auf Nelson und Umgebung.

Anschließend ging es zu dem Campingplatz indem wir über die Weihnachtstage waren, wo wir endlich unsere gratis Runde Minigolf einlösen wollten. In einer eng umkämpftem Partie holte ich in den letzten Bahnen doch noch das Eisen aus dem Feuer und gewann die Partie gegen Isi denkbar knapp. Anschließend machten wir uns auf den Weg in Richtung Blenheim, legten allerdings noch einen kleinen Stopp an der schicken Cable Bay. Bei strahlendem Sonnenschein gab es noch ein Avocado-Toast auf die Hand und der Blick auf die Bucht wurde genossen. 

Dann ging es auch wirklich zurück ins gemütliche Blenheim, wo wir uns mit dem Vermieter trafen, bei del wir bereits vor Weihnachten gewohnt hatten. Ab sofort wohnen wir mit einer Französin in einer Doppelhaushälfte, sogar mit kleinem Garten. Nebenan wohnen 3 Deutsche, eine Japanerin, ein Neuseeländer und eine Taiwanesin, also wieder mal sehr multikulturell. 

Nachher geht es wieder in die Muschelfabrik zum arbeiten und der Alltag nimmt wieder seine Formen an. Wir melden uns bald wieder mit Neuigkeiten und Erlebnissen, beste Grüße und bis bald.

Isi und Benni

 

21Dezember
2016

Angekommen im Süden Neuseelands

Guten Morgen oder auch guten Abend, wie auh immer man es interpretieren möchte. Wir zwei sind nach schöner Überfahrt auf dem südlichen Teil Neuseelands angelangt und liefen mit der Fähre im kleinen Örtchen Picton ein.

Picton ist recht hübsch anzusehen, ist allerdings für den Großteil der Leute jedoch nur als Fährknotenpunkt relevant. Wir haben uns natürlich trotzdem 10 Minuten genommen und uns die Stadt die im Herzen der Malborough Sounds liegt angeschaut.

 

Danach ging es dann ein kleines Stückchen südlicher, nämlich in das 25 Kilometer entfernte Blenheim.

Natürlich auch nicht planlos, sondern mit dem Hintergedanken, dass wir uns im Voraus einen Wwoofing-Platz bei einer Familie gesichert hatten. Es ging zu einem älteren Ehepaar, etwas außerhalb von Blenheim. Da diese noch in einer Theatervorstelĺung von der Enkelin weilten, baten sie uns, dass Abendbrot selber zu organisieren. Nichts leichter als das, beinahe blind wurde einer von diesen Fish&Chips Läden angesteuert. Dass in solchen Läden oftmals amerikanische, italienische, asiatische und neuseeländische Küche von komplett asiatischem Personal betrieben wird, schockt uns mittlerweile nicht mehr und die Frage über die Seriösität von solchen Läden wird auch nicht mehr angezweifelt. Bei Fish&Chips kann man eigentlich auch nichts falsch machen. Anschließend ging es in den Park um die Zeit bis 19.00 Uhr zu vertrödeln (früher waren die Hosts nicht Zuhause). Kurz vor 19.00 Uhr ging es dann los zur besagten Adresse, nur im Nachhinein endete die Ankunft etwas spät und ungeplant...

 

Die Adresse war laut unserem treusten Verbündeten Google nur 15 Minuten entfernt, doch als uns die nette Frau Google mit herzlicher Stimme und den 5 Worten "Sie haben ihr Ziel erreicht" zum stehen brachte, befanden sich links und rechts nur Weinfelder und kein Haus weit und breit. Wenn die Adresse nicht stimmt, muss man sich irgendwie anders zu helfen wissen und so versuchten wir das Ziel mit dem angegebenen GPS-Koordinaten zu finden. Diese befanden sich jedoch am Ende der Straße, die immer mehr ins Nichts führte und auf Häuser traf man nur noch alle 5 Kilometer und natürlich auch weit und breit kein Handyempfang. 

Das Ende der Geschichte war, dass wir erschöpft Punkt 23.00 Uhr am Haus eintrudelten. Die richtige Adresse war irgendwas mit 200 und es gibt irgendeinen Unterschied zwischen Adresse und Postcode, keine Ahnung zu welchem Zweck ausser zur Ausländerverwirrung. Dafür haben wir durch die nächtliche Suchfahrt, jedoch endlich mal lebende Possums gesehen und nicht nur die Reste auf der Straße die auf eines schließen lassen. Die Possums haben scheinbar ein gutes Gespür dafür genau dann über Straßen zu wollen, wenn sich ein Auto nähert. Anders kann man es sich nicht erklärenlaughing. So kam neben der eigentlichen Adressirrfahrt noch dazu, dass man den Possums fast slalomförmig ausweichen musste. Denn das Possum macht wie wir festgestellt haben, trotz Fernlicht, hupen und schreien keine Anstalten die Straße zu verlassen, da wird schon eher der Freitod gewählt. Am Ende des Abends sind wir gut angekommen, alles Possums die unseren Weg kreuzten blieben am leben und Trev und Mary, die Hosts waren super herzlich und haben uns gut augenommen.

Am nächsten Tag ging es dann mit Trev auf sein kleines Weingut, wo wir ein bisschen mitangepackt haben. Zur Belohnung gab es Abends herrliches Essen und die deutsche Seele wurde sogar noch mit Bier belohnt. Die nächsten Tage hatten wir dann frei und nutzten die Zeit um uns endlich einen richtigen Job zu suchen. Ja es war wirklich an der Zeit, so schön das reisen auch ist, ohne den Rubel rollt halt nichts. So suchten wir das Internet ab und fuhren herum, jedoch oftmals ohne Erfolg. 

Einen guten Tipp erhielten wir dann von einem anderen deutschen Traveler, der uns mit zu einem Hostel nahm, welches Jobs vermittelt. Und wir waren kaum im Büro, da waren wir auch vermittelt. Manchmal geht das hier alles schneller, als der Deutsche schalten kann. Vermittelt wurde uns ein Weinfeldjob bei einer Contractingfirma. Getroffen wurde sich Montags 6.30 Uhr am Bahnhof in Blenheim. 

Der Vergleich mit der Weinberggeschichte aus der Bibel trifft es komischerweise wie den Nagel auf den Kopf. Ganz viele Menschen (junge Backpacker) pilgern in der Frühe zu dem Bahnhofsparkplatz und hoffen auf Arbeit. Eine Garantie gibt es nie, dass gilt für Leute die Arbeit suchen, aber auch für die, die dort schon wochenlang arbeiten. Uns wurde ein Vertrag in die Hand gedrückt, mit ein paar Seiten Vertragskram, indem sich natürlich vorallem die Firma absichern möchte und bevor man eigentlich so richtig weiß was dort steht, soll man auf dem Parkplatz auf der Pickup-Motorhaube unterschreiben, anschließend in Teams eingeteilt und dann geht es auch schon los. 

Man fährt raus auf das Weinfeld und für uns Neulinge gab es eine kleine Einführung. Man trägt orange Westen und muss vor jedem Teilstück das man bearbeitet seinen Namen schreiben, damit der Supervisor bzw. Chef weiß wer was bearbeitet hat. Bei Fehlern oder Unsauberkeiten, wird man dann zurück gerufen und es gibt Ärger. Am ersten Tag darf man noch Fehler machen, ab dem zweiten ist jedoch permanent der Job in Gefahr. Die Weinfeldarbeiter bestehen zum Großteil aus jungen Europäern und Gastarbeitern aus Vanuatu oder den Fidschis. Gearbeitet wird bestmöglich 6 Tage die Woche zwischen 8-12 Stunden täglich. Wir beide haben sage und schreibe eine Woche auf den Weinfeldern gearbeitet und sind dann bei eine, Verhältnis zwischen gefeuert und gekündigt mehr oder weniger gegangen. Die Arbeit hängt wie so oft vom Chef ab und wenn man dann einen menschenunwürdigen Totalausfall wie wir als Chef haben, sucht man sich schnell was anderes. Wir starteten als 16-köpfiges Team (alles Backpacker) mit Leuten aus Deutschland, Amerika, Argentinien, Frankreich oder auch Südkorea und am Ende der Woche war nur noch einer übrig. Der Rest wurde gefeuert oder ist von selber gegangen. Alles in allem, war es auch einr interessante Arbeitserfahrung, aber es ist gut, dass dieses Kapitel beendet ist.

Noch in der gleichen Woche suchten wir eine Arbeitsvermittlung auf, in der Hoffnung schnellstmöglich etwas anderes zu finden. Und dort fiel uns das Glück wortwörtlich in die Hände. Der Besitzer des Vermittlungsbüros fragte uns ob wir vielleicht in einer Muschelfabrik etwas außerhalb von der Stadt arbeiten möchten. Wir sagten natürlich direkt zu und so ging es Montag der folgenden Woche zur besagten Fabrik. Dort wurden wir dann bereits erwartet und eine Sachbearbeiterin ging mit uns den Vertrag durch und erklärte uns die wichtigsten Regeln, sowie Notfallpläne (Feuer, Erdbeben...). Der erste Eindruck war sehr gut und die Firma ist sehr ordentlich, respektvoll und mit freundlichen Arbeitern besetzt. Anschließend wurden wir eingearbeitet und mittlerweile haben wir unsere ersten 2 Wochen schon hinter uns. Die Arbeit ist einfach und stupide, aber im Ganzen für das was man hier manchmal über Arbeit hört ein Glücksfall. Isi sammelt Muscheln am Fließband und ich bin dafür zuständig, dass die Muschelsäcke alle einmal desinfiziert werden bzw. ich wasche die dreckigen Beutel. Gearbeitet wird von 14.30 bis 23.00 Uhr, von Montag bis Freitag. So haben wir am Wochenende sogar Zeit und können die Gegend erkunden. Untergebracht sind wir in einem privaten Haus, dass von einem tschechischen Vermieter vermietet wird. Dort wohnen wir mit 3 anderen Deutschen, 2 Franzosen und 2 Japanern zusammen. Wir sind also eine sehr internationale WG und bezahlen sogar deutlich weniger als in einem Hostel.

In unserem freien Wochenende ergab sich dann der Zufall, dass uns ein Kirschfarmer fragte ob wir vielleicht noch Arbeit suchten. Nach kurzem überlegen sagten wir ihm dann für das Wochenende zu, dass ist schließlich alles Geld für die Reisekasse und eine coole Arbeitserfahrung obendrein. Bezahlt wird man per Kilo und es war ein sehr netter Farmer, der uns regelrecht dazu aufforderte auch das naschen nicht zu vergessen. 

Gearbeitet wurde in der Muschelfabrik bis zum 23. Dezember danach haben wir bis zum 5. Januar frei, diese Tage wollen wir nutzen um den Nordwesten der Südinsel zu erkunden. Am 5. geht es dann zurück nach Blenheim und den Muscheln, doch zuerst genießen wir unseren wohlverdienten Weihnachtsurlaub.

Bevor wir aufbrachen erkundeten wir noch die umliegenden Buchten der Malborough Sounds, bei Regenwetter und Schotterpiste was auch nicht die beste Kombination ist. So hat man immerhin einen Grund das Auto mal wieder zu putzensmile

Um noch kurz ein Schlusswort zu unserem momentanen Wohnort zu sagen: Blenheim ist für neuseeländische Verhältnisse eine größere Stadt, hat so ziemlich jeden Laden den es in Neuseeland gibt (Ladenkette) und bietet alles Lebensnotwendige. Das Meer ist nicht weit weg und die Region hat die meisten Sonnenstunden Neuseelands, auch deswegen gilt die Region als Weinhauptregion Neuseelands. Blenheim hat ein gemütliches Stadtzentrum, mit vielen netten Parks und Geschäften. Es lässt sich hier also gut aushalten.

Auch mit Deko kommt kein Weihnachtsfeeling auf

Wir melden uns bald wieder, mit den Berichten über unsere Weihnachtsreise.

PS: und am Ende gibt es nochmal einen kleinen Schmunzler

In Deutschland als Schandpartei bekannt und am anderen Ender der Welt als beliebte Tankoption bekannt. In diesem Sinne: schöne Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr!

02Dezember
2016

Die Hauptstadt ruft!

In Ohakune hieß es Abschied nehmen. Zum einen von John, den wir wohl unter den Stand jetzt gegebenen Plänen nicht mehr sehen werden und von unseren Reisegefährten Phillipp&Christina mussten wir auch Abschied nehmen, da uns der Weg nach Wellington führte und die Beiden ja noch ein paar Stellen auf der Nordinsel mehr abzugrasen haben und weiter nach Taupo wollten. 

Isi und Ich hatten uns einen weiteren Wwoofing-Platz in einem Vorort von Wellington organisiert und die Fähre in Richtung Südinsel war auch schon gebucht und bezahlt. Die letzten Tage auf der Nordinsel wurden in der Hauptstadt verbracht.

Wir haben bei einer 4 köpfigen Familie gewohnt (2 junge stark pupertierende Jungs) und dort ein paar Tätigkeiten im Garten übernommen. Am Vormittag haben wir dann unsere 3-4 Stunden Arbeit ausgeübt und am Nachmittag die Gegend erkundet.

Unseren ersten Ausflug haben wir zu den "Red Rocks" unternommen. Die berühmten roten Steine sind nur 5 Minuten von der Innenstadt entfernt und sind ein beliebeter Angelspot und vor allem wegen der dort ansässigen Robbenkolonie ein sehr gefragter Ort zum spazieren gehen und um den Stadtalltag für ein paar Minuten zu entkommen. Unsere Gastfamilie hat uns die Robbenkolonie als Touristopp ausdrücklichst empfohlen und dementsprechend gespannt stapften wir los in Richtung Robben. Und wir liefen, liefen und liefen..

Wir haben viel zu Gesicht bekommen, aber keine Robben. So wurde das Projekt "Robben gucken" vorerst auf Eis gelegt und es ging wieder zurück zur Gastfamilie. Zum Glück gibt es auf der Südinsel noch die ein oder andere bekannte Robbenkolonie, wo wir dann hoffentlich etwas mehr Glück haben werden.

 

Die wohl beste Aktivität in Wellington wurde dann am Folgetag ausgeführt und konnte von der Liste gestrichen werden. Es ging zum Mount Victoria, für jeden den es einmal nach Wellington verschlagen sollte ein Ausflug, der nicht viel Zeit in Anspruch nimmt,  gut zu erreichen ist (direkt in der Stadtmitte) und kostenlos ist. 

Mount Victoria ist ein Berg/Hügel direkt in der Stadt und wenn man die paar Stufen bis nach oben erklommen hat bietet sich eine wunderbare 360 Grad Sicht über die Dächer der Stadt, Hafen und Küste.

 

Wie es der Zufall wollte waren 2 deutsche Bekannte die wir in Ohakune kennengelernt haben ebenfalls in Wellington und so trafen wir uns in der Stadt um die berühmte Cuba-Street entlang zu bummeln  (bekannt für die Shops und Cafes).

So schnell ging unsere Woche in Wellington dann auch um und es ging auf die Fähre, womit die 3,5 Stunden lange Überfahrt Richtung Südinsel geschafft wurde.

Das erste Kapitel ist mit der Nordinsel geschafft und war voller Erfahrungen und Ausflüge unvergesslich und dementsprechend froh starten wir auf der Südinsel.

Wie unsere ersten Tage auf der Südinsel waren lassen wir euch bald in einem neuen Eintrag wissen. Genießt alle die Weihnachtszeit und beste Grüße smile

30November
2016

Viele Wege führen nach Rom und genauso viele nach Ohakune

Da waren wir also wieder in good old Ohakune, Unterkunft erhielten wir bei John, dem rüstigen Rentner bei dem wir ja bereits einige Tage gewohnt hatten. Natürlich sind wir auch nicht grundlos nach Ohakune gekommen (auch um bei John nach dem Rechten zu sehen). Wir wollten endlich das Tongario Alpine Crossing machen, der eigentliche Grund, weshalb wir damals vor einigen Wochen nach Ohakune gekommen sind. Damals hat das Wetter ja noch nicht so Recht mitspielen wollen, deshalb wagten wir diesmal einen neuen Versuch und wurden nicht enttäuscht. Bei John konnten wir 2 Nächte umsonst schlafen und ausserdem bestand er darauf, dass wir bei Ihm mitessen und zusätzlich versorgte er uns auch mit Wanderproviant. Das war schon fast zu viel des Gutem, bei so viel Gastfreundlichkeit kamen wir uns schon ganz schlecht vor.

Das Wetter in diesen Tagen war auch mal überraschenderweise gastfreundlich und bot es uns nahezu an, doch das Tongario Crossing zu machen. Da lassen wir uns natürlich nicht zweimal bitten und so starteten wir morgens um 6.00 Uhr in Ohakune, um nach 45 Minuten Fahrt, den Parkplatz des Crossings zu erreichen. Der eigentliche Wanderweg ist umsonst, jedoch führt er 19 Kilometer in eine Richtung und nicht in einem Kreis oder ähnlichem wieder zurück zum Parkplatz. Die Neuseeländer sind jedoch auch nicht auf den Kopf gefallen, was Tourismus und Geld machen betrifft und so gibt es einen Shuttle-Service der einen die 30km wieder zurück zum Parkplatz bringt . Pro Person kostet das auch total überzogene 30$. Da wir 4 ja zum Glück auf zwei Autos zurückgreifen können, parkten wir das eine am Ende des Weges und fuhren zurück zum Start. 

Das Tongario Crossing ist einer der wichtigsten Drehorte von den Herr der Ringen Filmen, denn die karge Vulkanlandschaft eignet sich perfekt als Orkzuhause und den Schicksalsberg bekommt man auch zusehen. Das Crossing an sich (19km) benötigt gute 8-10 Stunden und es geht bergauf, bergab oder einfach durch vegetationsarme Täler. Jeden Tag kämpfen sich hunderte Wanderlustige den Weg entlang und kämpfen um Parkplätze. Hier heißt es der frühe Vogel fängt den Wurm und man startet besser, bevor die ganzen Touribusse eintreffen.

 

Am Ende fuhren wir dann mit einem Auto zurück zum Start, um das zweite Auto abzuholen und so hatten wir mal wieder 60$ gespart. Der Wanderweg gehört zu den besten 1-Tagestouren weltweit und war es allemal wert.

28November
2016

New Plymouth and the old Crew

Der nächste Stopp unserer 4-köpfigen Reisegruppe wurde in New Plymouth gemacht, die größte Stadt der Region Taranaki. Auch dort und auf dem Weg dahin gab es natürlich mal wieder viel zu sehen und zu erkunden.

Unseren ersten Stopp machten wir an den berühmten Bridall Veils Falls. Mittlerweile ist unsere Liste an erkundeten Wasserfällen durchaus lang geworden und von der zu Beginn herrschenden Euphorie, dass man einen Wasserfall gefunden hat ist mittlerweile nicht mehr ganz so viel zu spüren laughing, aber wir nehmen natürlich alles was halbwegs auf dem Weg liegt mit und die Bridall Falls waren bis dato auch die größten, die uns vor die Linse gekommen sind. Was dort an Wassermassen die 30 Meter pro Minute runterkommt ist schon sehr imposant. 

 

 

Danach ging es für uns wieder ins Auto, denn es lag noch ein weiter Weg vor uns und wir wollten nicht allzu spät in New Plymouth eintrudeln, da wir uns noch einen Campingplatz und Abendbrot besorgen mussten. Stop 2 sollte an dem berühmten Elefantenstein und den 3 Schwestern  (ebenfalls 3 Steine) gemacht werden. Eigentlich ein Must-Do, wenn man sich schon mal auf der Ecke befindet. Doch nicht für uns bzw. leider nicht...

Schon aus der Ferne erblickten wir den Elefanten aus Stein, waren dementsprechend aufgeregt und erfreut, doch am entsprechenden Parkplatz angekommen sollte das Wasser sich dann gegen uns verschworen haben. Der Stein ist zu Fuß nämlich nur bei Ebbe erreichbar und wir Glückskinder sind bei dem gefühlt höchstmöglichen Wasserspiegel eingetroffen. Deshalb gibt es an der Stelle leider auch keine Bilder zu präsentieren, bei vorhandenem Interesse einfach mal "elephant rock taranaki" bei Google eintippen und staunen (was anderes blieb uns auch nicht übrig).

Genächtigt wurde auf einem Campingplatz etwas außerhalb von New Plymouth. Am nächsten Tag ging es dann aufs Surfboard, ja ihr habt richtig gelesen wir beide haben uns Surfbretter ausgeliehen. Phillip und Kristina haben sich eigene Boards gekauft und sind gute Surfer und brachten uns die Basics bei. Wir hatten zwar für Anfänger recht gute Wellenbedingungen, jedoch eine ordentliche Brise Wind, was das ganze etwas erschwerte. Zudem wurde mir ein Anfängerboard was gefühlt 5 Meter lang war in die Hand gedrückt und wenn eine Welle kam habe ich mich gefühlt wie eine Robbe, die sich mit letzte Kraft auf den festen Untergrund wirft, aber alles in allem war es eine super Erfahrung, die auch noch wiederholt wird.

 

Desweiteren sind wir den Coastal Walkway lang spaziert, das Ganze ist sehr Promenaden ähnlich aufgebaut und zieht sich über ein paar Kilometer. Mit schönen Stoppmöglichkeiten und das Stadtzentrum ist ebenfalls nicht weit entfernt.

 

Nach 3 Tagen ging es dann weiter Richtung Süden in den Egmont Nationalpark, wo mal wieder eine kleine Wandertour auf dem Programm stand. Die Hauptattraktion des Nationalparks ist der beeidruckende Mount Taranki, dessen schneebedeckte Spitze man sogar vom Strand erspähen kann. Wir hatten es uns jedoch nicht zur Aufgabe gemacht bis nach oben zu wandern, sondern unseren jugendlichen Knochen ein wenig Erholung zu geben und einen eher gemütlichen Weg einzuschlagen. Abends wurde dann auf einem Free Campingplatz in einem Dorf am Fuße des Berges gekocht und geschlafen.

Die folgenden Tage waren bereits geplant und es ging wieder in das Inland der Nordinsel. Wie ich euch ja in einigen vorherigen Blogeinträgen wissen lassen habe, dass wir in einem kleinen Skistädtchen Namens "Ohakune" ganze 3 Wochen verbracht haben. Genau dorthin hat es uns wieder zurück verschlagen. Mehr dazu im nächsten Eintrag...

26November
2016

Westcoast cruisen :D

Coromandel fast ganz im Norden gelegen lag hinter uns und der Plan war absofort Richtung Süden zu reisen, stellte sich nur die Frage wie man das anstellen sollte. Es galt zwischen Ost- und Westküste zu entscheiden und wie die Überschrift verrät fiel die Wahl recht schnell auf die Westküste.

Wie sich zeigte wollten Phillipp und Kristina (das Paar mit dem wir uns in Paeroa trafen) ebenfalls Richtung Westen, so dass kurzerhand eine vierköpfige, zwei Auto starke Reisegruppe gegründet wurde.

Auf dem Weg nach Hamitlon, eine der größten Städte des Landes stoppten wir kurz am Miranda-Vogelreservat, welches unmittelbar am Strand liegt. Doch anstatt große Gruppen maritimer Vögel zu erblicken  (ja wir wollten uns wirklich Möwem angucken) fanden wir nur einen kleinen angespülten Hammerhai. Nach dem Fund des Kugelfischskeletts in Hastings war dies bereits mein zweiter Fund eines sagen wir tropischen Fisches, in der Hinsicht klebt mir das Glück wahrlich an den Fingern. Ich sollte in naher Zukunft vielleicht doch über eine Investition in eine Angel nachdenken?!

In Hamilton zwang uns mal wieder das Wetter zu einer Drinnen-Aktivität, die dann spontan auf ein Museum relativ zentral in der Stadt fiel. Details möchte ich euch jedoch an der Stelle ersparen, nur soviel : im Nachhinein hatte es wohl seine Gründe warum es kostenlos war. Naja was solls, einen Versuch war es wert. Danach ging es noch in einen Pak'n Save, einer von den großen  3 Supermarktketten in Neuseeland. Die Pak'n Save Läden wirken jedoch eher wie ein Baumarkt mit meterhohen Regalen und unzähligen Gängen. Bei nächster Gelegenheit mache ich mal ein Bild :D

Nach dem wir den Tag in Hamilton verbracht hatten ging es nach Raglan, dass neuseeländische Surfermekka. Die Nacht wurde auf einem Campingplatz verbracht und am nächsten Tag ging es früh aus den Federn, denn es ging zum Frühstück zu einem der Surfer-Hotspots und bei morgendlichem Sonnenschein und einer schönen Schale Cornflakes wurde den Profis beim Wellenreiten zugeguckt. 

Danach wurden Pläne für das nächste Ziel gemacht und der nächste Halt sollte New Plymouth, Taranaki sein.

18November
2016

Coromandel- Palmen, Strand und die Suche nach der Sonne

Von Paeroa aus ging es dann auch endlich in Richtung Coromandel. Die Halbinsel ist vor allem für seine Strände und tropische Landschaften bekannt. Eines der schönsten Plätzchen Neuseelands, wenn man denn mit dem Wetter Glück hat...

Doch auch hier wurde im Vorhinein natürlich auch wieder der Sinne "der Weg ist das Ziel" ausgelebt und so ging es nicht direkt nach Coromandel, sondern zuerst zu einer ehemaligen Goldförderstelle, die heute als Wanderweg entlang von Schluchten und Schienentunneln genutzt wird. Unmittelbar danach machten wir dann eher glücklich durch ein unscheinbares Schild die Entdeckung eines schicken kleinen Wasserfalls, der ein gutes Bild als Windows-Standarthintergrundbild abgegeben hätte. 

Coromandel wird uns als sehr nasses Erlebnis in Erinnerung bleiben, denn den Großteil unserer 4 Tage hatten wir mit Regen zu kämpfen. Da die Aktivitäten in Coromandel eigentlich alle auf draußen beschränkt sind, nicht gerade optimal, aber wir haben das Beste drauß gemacht und  die besten Orte gesehen. So waren wir unteranderem bei der berühmten Cathedral Cove, einer grossen Öffnung im Felsen direkt am Strand und beim Hot Water beach, bei dem man sich bei Ebbe ein Loch buddeln kann, um an das warme Wasser im Boden zu kommen. 

Am letzten Tag stand dann eine Runde Wandern in den Pinnacles in der Nähe von der Stadt Thames auf dem Programm. Ein sehr steiler Weg führte uns auf den Berg und anschließend wieder zurück, unteranderem über Hängebrücken die nur für eine Person ausgelegt waren.

Am Ende des Tages fanden wir uns auf dem besagten Parkplatz in Paeroa wieder, wo wir uns mit einem anderen deutschen Paar verabredet hatten, die wir auf dem Campingplatz in Coromandel kennen gelernt haben.

Es wurde gekocht und nach dem Essen und dem anstrengenden Tag ging es schnell ins Bett. Der Plan der nächsten Tage sah vor Richtung Westküste zu ziehen.

16November
2016

Frei wie der Wind...

So liebe Leser,

der nächste Streich folgt zu gleich und das nächste Reiseziel war für uns die wunderschöne Halbinsel Coromandel. Jedoch wollten wir nicht die direkt von Rotorua aus durchfahren, es gibt doch schließlich so viel am linken und rechten Straßenrand zu entdecken. Und wir wären ja nicht wir, wenn wir auf dem Weg nicht ein paar coole Stoppmöglichkeiten ausgemacht hätten. So ging es zuerst zu den "Blue Springs" etwas ausserhalb von Rotorua, im einem kleinen Walk zu machen. Doch aufgrund von gewissen asiatischen Touristengruppen, ging diese Action etwas nach hinten los und es wurde schnell das weite gesucht. 

Doch wie es der Zufall wollte führte uns unser Weg mit fortschreitender Fahrt in das beschauliche Matamata. Dem Großteil von euch wird bei "Matamara" nicht direkt ein Licht aufgehen, doch spätestens wenn ich von "Hobbiton" spreche sollte so langsam der Ahhh-Moment einsetzen. Unweit von dem Städtchen liegt der Ort der für die Dreharbeiten von Herr der Ringe von Regisseur Peter Jackson auserwählt wurde. Ursprünglich nach den Dreharbeiten wurde das komplette Set wieder abgebaut und alles in seinen Ursprung versetzt, jedoch für die Arbeiten an den Hobbit-Filmen kam man wieder zurück und seitdem kann man das erhaltene Set in Touren besichtigen. Da lassen wir uns natürlich nicht zweimal bitten, dass ist schließlich fast schon ein Pflichtbesuch wenn man in Neuseeland verweilt. Per Bus wird man zum Hobbitdorf gebracht, welches versteckt hinter ein paar Hügeln auf einer Farm zu finden ist. Der Farmer dem das Land gehört, hält in unmittelbarer Nähe Schafe und Kühe, jedoch sind die seit den Touren nur noch Peanuts für seine Brieftasche. 

Man bekommt eine guided Tour durch das komplette Dorf, vorbei an den Hobbithöhlen, der Festwiese bishin zum Green Dragon, samt Freibier. Es ist genau wie man es sich vorstellt und ein unvergessliches Erlebnis für Leute die sich an den Filmen begeistern können. Der einzige Kritikpunkt ist das es schon sehr stark touristisch geprägt ist undso extrem vieleGruppen durch das Dorf geschleust werden.

Am Abend näherte sich so allmählich die erste Nacht im Auto und wir ließen uns auf einen Parkplatz nieder um das Abendbrot auf dem Gaskocher zuzubereiten. Nach dem Essen, als es so allmählich dunkel wurde, waren wir uns dann jedoch nicht mehr allzu sicher ob es erlaubt ist, die Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen, da dieser nur für self-contained Autos eindeutig ausgeschildert wurde. Self-Contained Autos haben eine blaue Plakette, die Sachen wie Toilette, Spüle, ausreichende Wassermöglichkeiten im Auto kennzeichnen. Da unser Auto jedoch weder Toilette noch Waschbecken besitzt, beschlossen wir doch kurzerhand nochmal weiterzufahren. Eine Stunde später kamen wir im Dunkeln in einer Kleinstadt an, an der man an einer Tankstelle ein Ticket kaufen konnte, so das man über Nacht neben einer öffentlichen Toilette übernachten konnte-gesagt  getan. Am nächsten Morgen wurde uns dann erst so richtig bewusst wo wir übernachtet hatten, nämlich in Paeroa, dem Ursprungsort des herrlichem Getränk Namens L&P, von dem ich bestimmt schon einmal geschwärmt habe. Es geht in die Richtung Sprite/Fanta, ist jedoch nur in Neuseeland zu kaufen und mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Und wie es der Zufall wollte, war es eigentlich mein Plan einmal nach Paeroa zu kommen und ein Bild neben der riesigen Paeroa-Flasche zu machen. 

Das hatte ich jedoch in all der Hektik schon wieder vergessen, so spielte mir der Zufall in die Karten, dass wir nur 300m unbewusst neben der großen Flaschenstatue geschlafen haben und so bekam ich mein Bild mit der Flasche tongue-out

 

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